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Infrastrukturfonds

Was versteht man unter Infrastrukturfonds?

Eine funktionierende Infrastruktur bildet das grundlegende Fundament für den erfolgreichen Aufbau, das Wachstum und die positive Entwicklung einer modernen Volkswirtschaft.

Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung spielt die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen und verlässlichen Infrastruktur hinsichtlich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit weltweit eine zunehmend bedeutende Rolle für Staaten und private Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise

  • Mautstraßen, Brücken oder Tunnel,
  • Nahverkehrs- bzw. Eisenbahnanlagen,
  • Flughäfen, Flugzeug- und Luftfahrtservices,
  • Seehäfen oder Wasserstraßen,
  • Einrichtungen zur Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung,
  • Einrichtungen von öffentlichem Nutzen wie z.B.
  • Parkplätze, Stadien, Krankenhäuser, Schulen oder Gefängnisse. 

Monopolstellung und stabile Nachfrage

Viele Infrastrukturprojekte liefern (Dienst-)Leistungen, die zur Aufrechterhaltung einer modernen Volkswirtschaft unverzichtbar sind. Entsprechend hängt der Betrieb von Infrastrukturunternehmen häufig von staatlichen Genehmigungen oder Konzessionen ab, die meist sehr langfristig gewährt werden, um einerseits einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb des Infrastrukturunternehmens zu ermöglichen und andererseits die Versorgungssicherheit im öffentlichen Interesse zu gewährleisten. Hiermit einher geht häufig eine monopolartige Stellung des jeweiligen Betreiberunternehmens. So bestehen zu Mautstraßen, Versorgungsnetzen und Flughäfen in der Regel kaum Alternativen. Zudem stellen die meist sehr hohen Investitionsvolumina eine zusätzliche Markteintrittsbarriere für potentielle Wettbewerber dar. Die Werthaltigkeit einer solchen Monopolstellung erhöht sich oft noch dadurch, dass Infrastruktureinrichtungen zur Grundversorgung der Konsumenten beitragen und somit eine stabile Mindestnachfrage gewährleistet ist. Wasserversorgungsnetze dienen in diesem Zusammenhang als ein gutes Beispiel für einen regional monopolartigen Charakter von Infrastrukturanlagen, verbunden mit einem stabilen Nachfrageverhalten der Abnehmer. Aufgrund dessen generieren Infrastrukturinvestments meist auch bei starken konjunkturellen Schwankungen relativ konstante Erträge.

 

Langfristig vorhersehbare, inflationsgesicherte Erträge

Aufgrund der häufig langfristigen, staatlichen Genehmigungen und Konzessionen in Verbindung mit einem monopolartigen Charakter vieler Projekte bieten diese aus wirtschaftlicher Sicht meist ein sehr hohes Maß an Planungssicherheit. Die Rückflüsse sind häufig über

  • langfristige Verträge mit festen, namhaften Abnehmern,
  • eine Vielzahl von Einzelnutzern / Konsumenten, die die Dienstleistung in Anspruch nehmen, oder
  • staatlich garantierte Mindestpreise für die erbrachten Dienstleistungen

als in wesentlichen Teilen gesichert anzusehen. Viele Verträge, z.B. für Mautstraßen, räumen dem Betreiber auch das Recht ein, die Preise mindestens im Rahmen der Inflationsrate anzuheben, wodurch ein Investment in diese Anlagen einen idealen Inflationsschutz bieten kann.

 

Geringe Korrelation

Ausgehend von den Chancen bzw. Vorteilen eines Investments im Infrastrukturbereich durch den monopolartigen Charakter, verbunden mit vorhersehbaren, inflationsgesicherten Erträgen, lässt sich die geringe Korrelation der erzielbaren Renditen zu anderen Anlageklassen, wie z.B. Aktien oder Rentenpapieren, ableiten. Durch diese Tatsache, verbunden mit der Aussicht auf attraktive Renditen, kann ein Investment in Infrastrukturprojekte als sinnvolle Beimischung in einem ausgewogenen Investmentportfolio dienen. Das diesem Beteiligungsangebot zu Grunde liegende Konzept, mittelbare Investitionen in institutionelle Infrastrukturfonds mit unmittelbaren oder mittelbaren Co-Investments und Direktinvestments in Infrastrukturgesellschaften und -projekten zu kombinieren, gewährleistet darüber hinaus auch eine Streuung der in dieses Beteiligungsangebot investierten Mittel.

 

   Trend

 

Das Investitionsumfeld „Infrastruktur“ zeichnet sich dabei durch besondere Nachhaltigkeit aus: Infrastrukturinvestments bedienen Grundbedürfnisse und weisen eine geringere Nachfrageelastizität als andere Wirtschaftszweige auf. Sie bieten mit ökonomischen und regulatorischen Wettbewerbsvorteilen ein optimiertes Chancen-Risiko-Profil. Die akuell niedrige Bewertung potenzieller Investments bereitet zudem die Basis für erfolgreiche Investments im Infrastrukturbereich.